Pilgern auf dem Jakobsweg

Dem Glauben Beine machen

unter diesem Motto pilgerten unsere Firmlinge auf dem Jakobsweg von Geisa nach Hünfeld.


Blick nach GeisaNach einem morgendlichen Impuls und unserem ersten Pilgerstempel zogen wir los. Wir alle hatten eine kleine Muschel am Rucksack, damit man uns als Gruppe und Jakobspilger erkennen kann. Zunächst galt es den Berg zur ehemaligen innerdeutschen Grenze zu erklimmen. Spätestens am Point Alpha war jedem trotz der Kühle des Morgens ordentlich warm. Pilgern, das bedeutet Aufbrechen und das gewohnte Umfeld zu verlassen. Pilgern bedeutet seine Grenzen zu erfahren. Am Mahnmal gab es einen weiteren Impuls. Eine etwas bedrückende Stimmung. Wir hielten einen Moment inne und gedachten den Opfern der deutschen Teilung, den Mutigen der friedlichen Revolution von 1989 und den Erbauern der Wiedervereinigung. In Stille führte uns der Weg über den ehemaligen Kolonnenweg an den Grenzrekonstruktionen vorbei bis zum Weg der Hoffnung. 


Ein Hoffnungsweg auf dem Todesstreifen - was für ein Wiederspruch. Der Weg der Hoffnung ist Kunstwerk, Mahnmal und Anstoß zum Nachdenken. Vierzehn Skulpturen markieren ein Stück des Todesstreifens der ehemaligen Grenze zwischen Hessen und Thüringen.


Abwärts führte uns der Jakobsweg direkt nach Rasdorf, wo neben einem Impuls auch Zeit für ein kleines Frühstück aus dem Rucksack war. In der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer und Cäcilia bekamen wir unseren nächsten Pilgerstempel. Durch Wald und Flur und immer der Muschel nach führte uns der Weg nach Haselstein. Hier gab es einen weiteren Stempel für unseren Pilgerpass, einen Impuls in der Kirche St. Mauritius und eine wohlverdiente Mittagspause.


Gut die Hälfte unseres Weges hatten wir bereits geschafft. Gestärkt und motiviert  zogen wir weiter. Wir kamen wirklich schnell voran und hatten jede Menge Spaß und Zeit für Gespräche. Oberhalb von Hünfeld, am Weinberg, machten wir eine kurze Pause am Turm der Via Regia. Von hier aus konnten wir bereits unser heutiges Ziel sehen. Vom Turm aus sahen wir in die Weite und ließen diese auf uns wirken.


Abwärts folgten wir der Muschel nach Hünfeld, am Kloster vorbei, bis zur Pfarrkirche St. Jakobus in Hünfeld. Wir haben unser Ziel nach 22 km gut und zufrieden erreicht. Zusammen feierten wir noch einen Wortgottesdienst, bekamen unseren letzten Pilgerstempel und hinterließen einen Eintrag im Pilgerbuch. Es war ein gelungener Tag. Etwas müde, jedoch sehr zufrieden über das Erreichte fuhren wir nach Hause.


An dieser Stelle ein Dankeschön an die Firmlinge, für die Vorbereitung des Tages und der Impulse, an Herrn Pfarrer Ludwig für den Pilgersegen und das Mitpilgern; und ein Dankeschön an alle Eltern, welche uns nach Geisa brachten und in Hünfeld wieder abholten.


Sandra Höhl & Clara Seng

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